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Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung von Casinos
#1
Kennt ihr online casinos oder andere Glücksspiel-Unternehmen, die aktiv an der Wohltätigkeit teilnehmen oder Spielsucht-Organisationen finanziell unterstützen? Und was denkt ihr im allgemeinen über corporate social responisibility in diesem Gebiet. Soll die Verantwortung hoch sein?
Ich persönlich habe Eindrück, dass dieses Thema für die meisten Glücksspiel-Anbieter überhaupt nicht relevant ist, und ich finde, dass es nicht so sein muss.
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#2
na so richtig nimmt man ihnen auch die verantwortung nicht ab, da sie mit der sucht die kohle machen.
das staatliche glücksspiel brüstet sich ja immer spielsucht verantwortung und sportler förderung, aber diese scheinheiligkeit ist soooo durchschaubar.
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#3
Meist gibt es auf den Portalen nicht mehr als einen Link zur Suchtberatung. Big Grin 
Ansonsten geht es doch allen so ziemlich am Arsch vorbei - Hauptsache der Rubel rollt.
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#4
Na ja, selbstverständlich würden es die meisten kaum freiwillig tun, aber soll es nicht von dem Staat kommen, z.B. strengere Anforderungen. Ich glaube, davon könnnte auch die Branche profitieren. Wenn man mehr ausgibt, wird man es auch positivier betrachten. So wären online Glücksspiele auch mehr ligitim, oder?
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#5
(24.07.2017, 10:32)NickDe schrieb: Na ja, selbstverständlich würden es die meisten kaum freiwillig tun, aber soll es nicht von dem Staat kommen, z.B. strengere Anforderungen. Ich glaube, davon könnnte auch die Branche profitieren. Wenn man mehr ausgibt, wird man es auch positivier betrachten. So wären online Glücksspiele auch mehr ligitim, oder?

Strengere Anforderungen? Wie das denn? Die letzte "Gesetzesverschärfung" ist bis jetzt vollkommen wirkungslos an den Hallen vorbeigegangen - wird bei jeder weiteren Gesetzesänderung (zum Nachteil der Hallen) genauso sein. Geld spielt hier eine entscheidende Rolle. Nicht das Geld, das zur Behebung von Schäden (Suchtbehandlung, Beschaffungskriminalität, Prävention und was sonst noch alles dazugehört) gezahlt wird sondern das Geld, das die Entscheidungsträger - egal ob als einzelne Personen oder Organisationen - bekommen.

Die Branche hat alles zum erfolgreichem Bestehen nötige auf ihrer Seite. Das Ansehen spielt überhaupt keine Rolle. Jeder Händler, Kaufmann oder selbständiger Handwerker wird versuchen, seinen Laden in einem 1A Zustand zu präsentieren. Wenn ich mir die allermeisten Spielhallen ansehe - einfach nur dunkle Löcher jenseits von Gut und Böse. Und die bestehen auch - und meist sogar gar nicht mal so schlecht.

Online - Spielportale ( ich vermeide den Begriff Glücksspiel ausdrücklich - mit Glück hat ein programmierter Automat nicht das geringste zu tun) sind nur eine relativ kostengünstige Werbeplattform - in erster Linie um hauptsächlich jugendliche Neukunden für die (völlig anders laufende) Realität der Spielhallen neugierig zu machen. Online halten sich die finanziellen Verluste in sehr engen Grenzen, Gewinne (Punkte) bekommt man immer wieder reichlich. Ändert sich auf Schlag, wenn man mal um "Echtgeld" spielt. Der neugierig gewordene, naive Online-Spieler denkt vielleicht "Das mit dem Gewinnen kann doch in der Halle nebenan genauso sein..." Na klar - Neukunde, eine 1 bis 2 Wochen anhaltende "Glückssträhne" und dann? Mist, heute Pech gehabt - morgen läuft es besser... Wer kennt das nicht.  Der Anfang vom Ende.

Wozu soll die Branche dann noch Aufwand betreiben, um als Förderer oder Wohltäter oder was auch immer dazustehen? Die Fetten Gewinne sind auf jeden Fall gesichert - leider sogar von der Politik abgesichert. Die Branche hat einen sehr schlechten Ruf in der Öffentlichkeit - na und? Die "Öffentlichkeit" redet nicht über die Branche und ist völlig desinformiert und daher uninteressiert. Und wenn jemand in der "Öffentlichkeit" kritische Einwände vorbringt wird er mit vorwurfsvollem Blick von geschulten Leuten schon mit Argumenten zu Steuereinnahmen oder Arbeitsplätzen "zurechtgestutzt". Der steht anschließend öffentlich als großer Buhmann da - leisten kann er sich das wohl kaum. Im Gegensatz zur Spielautomatenbranche muss er auf seinen Ruf achten. Sei es nur deswegen, dass er auf seinen Arbeitsplatz angewiesen ist.
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#6
(25.07.2017, 18:10)Skeptiker schrieb:
(24.07.2017, 10:32)NickDe schrieb: Na ja, selbstverständlich würden es die meisten kaum freiwillig tun, aber soll es nicht von dem Staat kommen, z.B. strengere Anforderungen. Ich glaube, davon könnnte auch die Branche profitieren. Wenn man mehr ausgibt, wird man es auch positivier betrachten. So wären online Glücksspiele auch mehr ligitim, oder?

Strengere Anforderungen? Wie das denn? Die letzte "Gesetzesverschärfung" ist bis jetzt vollkommen wirkungslos an den Hallen vorbeigegangen - wird bei jeder weiteren Gesetzesänderung (zum Nachteil der Hallen) genauso sein. Geld spielt hier eine entscheidende Rolle. Nicht das Geld, das zur Behebung von Schäden (Suchtbehandlung, Beschaffungskriminalität, Prävention und was sonst noch alles dazugehört) gezahlt wird sondern das Geld, das die Entscheidungsträger - egal ob als einzelne Personen oder Organisationen - bekommen.

Die Branche hat alles zum erfolgreichem Bestehen nötige auf ihrer Seite. Das Ansehen spielt überhaupt keine Rolle. Jeder Händler, Kaufmann oder selbständiger Handwerker wird versuchen, seinen Laden in einem 1A Zustand zu präsentieren. Wenn ich mir die allermeisten Spielhallen ansehe - einfach nur dunkle Löcher jenseits von Gut und Böse. Und die bestehen auch - und meist sogar gar nicht mal so schlecht.

Online - Spielportale ( ich vermeide den Begriff Glücksspiel ausdrücklich - mit Glück hat ein programmierter Automat nicht das geringste zu tun) sind nur eine relativ kostengünstige Werbeplattform - in erster Linie um hauptsächlich jugendliche Neukunden für die (völlig anders laufende) Realität der Spielhallen neugierig zu machen. Online halten sich die finanziellen Verluste in sehr engen Grenzen, Gewinne (Punkte) bekommt man immer wieder reichlich. Ändert sich auf Schlag, wenn man mal um "Echtgeld" spielt. Der neugierig gewordene, naive Online-Spieler denkt vielleicht "Das mit dem Gewinnen kann doch in der Halle nebenan genauso sein..." Na klar - Neukunde, eine 1 bis 2 Wochen anhaltende "Glückssträhne" und dann? Mist, heute Pech gehabt - morgen läuft es besser... Wer kennt das nicht.  Der Anfang vom Ende.

Wozu soll die Branche dann noch Aufwand betreiben, um als Förderer oder Wohltäter oder was auch immer dazustehen? Die Fetten Gewinne sind auf jeden Fall gesichert - leider sogar von der Politik abgesichert. Die Branche hat einen sehr schlechten Ruf in der Öffentlichkeit - na und? Die "Öffentlichkeit" redet nicht über die Branche und ist völlig desinformiert und daher uninteressiert. Und wenn jemand in der "Öffentlichkeit" kritische Einwände vorbringt wird er mit vorwurfsvollem Blick von geschulten Leuten schon mit Argumenten zu Steuereinnahmen oder Arbeitsplätzen "zurechtgestutzt". Der steht anschließend öffentlich als großer Buhmann da - leisten kann er sich das wohl kaum. Im Gegensatz zur Spielautomatenbranche muss er auf seinen Ruf achten. Sei es nur deswegen, dass er auf seinen Arbeitsplatz angewiesen ist.

Es ist doch nicht etwas was man theoretisch überhaupt nicht anfordern kann. Mit richtigen tools könnte man versuchen. Das Problem heutzutage ist so, dass die Regel nichts mit der Realität zu tun haben (meiner Meinung nach). 

Vor einigen Monaten habe ich diesen Artikel gelesen: http://www.geolitico.de/2017/03/19/wette...aatskasse/ 
und hab mich besonders für den letzten Absatz über Finnland interessiert. Hab später mehr darauf gelesen, and es war sehr überraschend, wie man es da organisiert hat. Auch ganz extrem, aber da geht das Geld von Glücksspielen meistens auf die Finanzierung von NGOs und Sport im Land, deswegen hat auch der Staat keine Probleme mit Glücksspielen, und Spielautomaten sind in allen Laden und Kneipen.
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#7
Zitat:Auch ganz extrem, aber da geht das Geld von Glücksspielen meistens auf die Finanzierung von NGOs und Sport im Land, deswegen hat auch der Staat keine Probleme mit Glücksspielen, und Spielautomaten sind in allen Laden und Kneipen.


Ist doch hierzulande auch nicht anders. Die Kohle geht zum Teil in die Sportförderung um ein gutes Image für das staatliche Glücksspiel zu erlangen. So genannte Stiftungen für den guten Zweck sollen das in der Öffentlichkeit suggerieren. Die Kehrseite sind dann allerdings solche Meldungen über die Gehälter der staatlichen Lottofürsten. Die verdienen mehr als 200.000 Euro pro Jahr, und dann sind nicht wenige: https://www.welt.de/wirtschaft/article15...elter.html 

Wie sich allerdings die Regelung von Finnland mit europäischen Dienstleistungsfreiheit verträgt, kann ich nicht nachvollziehen. Das verstößt ja gegen jegliche Grundsätze des freien Handelns.
Getestet und für gut befunden  Arrow OVOCASINO
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#8
(31.07.2017, 11:49)Alex schrieb:
Zitat:Auch ganz extrem, aber da geht das Geld von Glücksspielen meistens auf die Finanzierung von NGOs und Sport im Land, deswegen hat auch der Staat keine Probleme mit Glücksspielen, und Spielautomaten sind in allen Laden und Kneipen.


Wie sich allerdings die Regelung von Finnland mit europäischen Dienstleistungsfreiheit verträgt, kann ich nicht nachvollziehen. Das verstößt ja gegen jegliche Grundsätze des freien Handelns.

In Nordeuropa verstößen viele Sachen gegen Grundsätze des freien Handels. Monopol und Oligopol sind da ganz üblich, auch offiziell, z.B. das staatliche Monopol für den Alkoholverkauf in Finnland und Schweden usw. Also, der Glücksspielmarkt ist auch ganz monopolisiert.
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#9
Na dann verstehe ich aber den Sinn der EU nicht mehr?
Und wieso wird von Seiten der Behörden des EuGH nichts dagegen unternommen? Wozu dann Gesetze, wenn überall Diktaturen akzeptiert werden! Scheiß Laden!
Getestet und für gut befunden  Arrow OVOCASINO
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#10
(01.08.2017, 16:51)Alex schrieb: Na dann verstehe ich aber den Sinn der EU nicht mehr?
Und wieso wird von Seiten der Behörden des EuGH nichts dagegen unternommen? Wozu dann Gesetze, wenn überall Diktaturen akzeptiert werden! Scheiß Laden!

Es ist wirklich schwer, so den Sinn hier zu begreifen. Die Logik ist wahrscheinlich ist, dass sie alles, was für die Bürger schlimm sein kann, begrenzen oder monopolisieren, als ob die Bürger es selbst nicht entscheiden können.
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